Dr. Nicole Ettl • Dr. Holger Wenz Msc.
Praxis für ästhetische Zahnheilkunde, Implantologie, Funktion und Umweltzahnmedizin
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Titan-Stimulationstest

Mithilfe eines Titan-Stimulationstests kann herausgefunden werden, ob eine Unverträglichkeit gegenüber dem Material Titan besteht (Titan-Unverträglichkeit).

Titan-Implantate sind heute ein weltweiter Standard. Sie werden in den meisten Fällen eingesetzt. Titan besitzt im Vergleich zu anderen Materialien viele vorteilhafte Eigenschaften. Zum einen ist Titan durch seine sehr hohe Biokompatibilität gekennzeichnet, d. h. es ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Zum anderen besitzt Titan eine sehr geringe allergene Potenz, was in der Oxidationseigenschaft von Titan begründet ist.

Bluttest im Rahmen einer zahnmedizinischen Diagnostik zur Feststellung einer evtl. Entzündungsreaktion gegen TitanIn geringen Ausnahmefällen kann aber bei einem Patienten eine sog. Titan-Unverträglichkeit vorliegen. Bei einer Titan-Unverträglichkeit liegt keine allergische Reaktion vor, auch keine biologische Unverträglichkeit, sondern eine Entzündungsreaktion des Körpers. Diese Entzündungsreaktion kann individuell sehr unterschiedlich stark ausfallen und dazu führen, daß der Einheilprozess des Implantats gestört und dadurch verlängert wird – im Worst Case sogar dazu, daß das Titan-Implantat vom Körper abgestoßen wird und nicht in den Knochen einwächst.  Die Wahrscheinlichkeit hierzu ist sehr gering (<2%), aber möglich. Eine weitere Möglichkeit bei einer Titan-Unverträglichkeit ist die, daß das Implantat einige Jahre weniger im Knochen hält, sprich eine kürzere Lebensdauer besitzt. Ein viel größeres Problem als der Frühverlust des Implantats ist allerdings, daß sich ein (massives) Störfeld bilden kann – welches u. U. dann Auswirkungen auf den gesamten Organismus hat.

Durch einen Titanstimulationstest wird im Rahmen einer Blutprobe das Blut auf Entzündungsreaktionen im Zusammenhang mit Titan untersucht. Das Ergebnis wird verschiedenen Graden zugeordnet. Überschreitet der Titan-Stimulationstest einen bestimmten Grad spricht man von einem positiven Titan-Stimulationstest. In diesem Fall sollte ernsthaft über Alternativen nachgedacht werden, zum Beispiel über ein Keramik-Implantat, und/oder verstärkte prophylaktische Maßnahmen (Herd-Sanierung, Rauch-Entwöhnung, keine Sofort-Implantation, immunsteigernde Maßnahmen, …), welche in die Behandlungsplanung mit einbezogen werden.

Die Kosten für den Titan-Stimulationstest werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Gerade bei gesetzlich Versicherten, Selbstzahlern oder Privatpatienten mit Tarifen mit einem hohen Eigenanteil ist dieser Test allerdings sehr zu empfehlen. Denn der Verlust eines Implantats ist eine zusätzliche finanzielle Belastung, die nicht gedeckt ist.

Titan-Stimulationstest in München, Starnberg und Wolfratshausen - ausführliche Informationen über die Möglichkeit einer Titan-Unverträglichkeit im Zusammenhang mit Zahnimplantaten sowie Laboruntersuchungen zur Prävention


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