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Kieferaufbau & Kieferkammaugmentation im Raum München

 

 

Knochenaufbau – Kieferkammaugmentation in der Implantologie (Kieferaufbau)

Aufbau des Kieferknochens für den stabilen Halt für Implantate und zu ästhetischen Zwecken im Raum München

Autor: Dr. med. dent. Nicole Ettl
letzte Aktualisierung: 22. Januar 2017

Durch einen Knochenaufbau kann ein nicht (mehr) ausreichendes Knochenangebot im Oberkiefer oder im Unterkiefer ausgeglichen werden. So entsteht ein stabiler Halt für Zahnimplantate. Eine besondere Form des Knochenaufbaus im Oberkiefer ist der Sinuslift.

Wir von WE Care sind im Raum Starnberg und München auf Implantologie und ästhetischen Zahnersatz spezialisiert. Der Knochenaufbau gehört bei uns zu unseren routinierten Standard-Verfahren damit Sie in den Genuss von Implantaten kommen können. Lernen Sie uns jetzt kennen!

 

Was ist ein Knochenaufbau?

Als Knochenaufbau werden in der Zahnmedizin sämtliche Maßnahmen bezeichnet durch welche ein nicht ausreichendes Knochenangebot im Oberkiefer oder im Unterkiefer ausgeglichen wird (Kieferaufbau, Kieferaugmentation). Zahnimplantate benötigen für einen stabilen Halt im Kieferknochen eine Mindestknochenstärke. Dabei sollte jedes Implantat von einer Knochenmasse der Mindestdicke von 2 Millimetern umgeben sein. Fehlt dieses Knochenangebot kann das Implantat nicht sicher einwachsen.

Der menschliche Kieferknochen kann aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend stark ausgeprägt sein oder sich auch im Laufe der Zeit zurückbilden. Der häufigste Grund für einen Knochenrückgang sind über einen längeren Zeitraum bestehende Zahnlücken. Die fehlenden Zähne bewirken, dass der Kieferknochen an diesen Stellen durch die mangelnde Belastung schrumpft (Inaktivitätsatrophie). Besonders deutlich ist dies bei älteren Menschen zu beobachten, die seit langem (fast) keine natürlichen Zähne mehr besitzen. Der Kieferknochen bildet sich zurück. Eine weitere Ursache für einen Knochenrückgang ist die unbehandelte Parodontose.

Im Rahmen eines Knochenaufbaus wird der fehlende Knochen wieder aufgebaut. Dieses ist möglich durch Anlagerung, Auflagerung oder Einlagerung von Eigenknochen oder Knochenersatzmaterialien.

© synMedico
 

 

Knochenaufbau im Oberkiefer und Unterkiefer

Es gibt unterschiedliche Methoden, dass vorhandene Knochenangebot sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer zu optimieren.

  1. Bei sehr kleineren Knochendefiziten ist es möglich kleine Mengen Eigenknochen oder  Knochenersatzmaterial anzulagern. So entsteht ein ausreichend breites Knochenbett für den sicheren Halt des Implantates.
     
  2. Ist das Knochendefizit etwas größer, kann der Implantologe Knochenblöcke aus Eigenknochen oder individuell gefräste Blöcke aus Spenderknochen  im Bereich des Knochendefizites mit Hilfe von Osteosyntheseschrauben fixieren. Nach mehreren  Monaten sind diese mit dem Unterkieferknochen ausreichend verwachsen. Und die geplanten Implantate können gesetzt werden.
     
  3. In den seltenen Fällen, die eine knöcherne Rekonstruktion des gesamten Kiefers erfordern, erfolgt die Operation stationär in einer auf Zahn-Mund-und Kieferheilkunde spezialisierten Klinik.
     
  4. Im Oberkiefer ist es außerdem möglich, das vertikale Knochenangebot mit Hilfe eines internen oder externen Sinuslifts zu vergrößern. Dabei wird die Schleimhaut der Kieferhöhle vom Boden der Kieferhöhle gelöst und anschließend wird der so entstandene Hohlraum mit Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial gefüllt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Beitrag über den Sinuslift.

 

Materialien für einen Knochenaufbau (Aufbau des Kieferkammes bei Defiziten)

1. Knochentransplantate durch autogenes (körpereigenes) Material
Als Material für einen Knochenaufbau stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Körpereigener Knochen (Eigenknochen/autogener Knochen) kann an verschiedenen Körperstellen entnommen und an den Ort des Defektes transplantiert werden. Da keine Abstoßungsreaktion zu erwarten ist und der Eigenknochen sehr gute Ergebnisse in der Einheilung erzielt, gilt er heute als Goldstandard. Bei sehr kleinen Defekten, können die beim präparieren des Implantatbettes anfallenden Knochenspäne aus dem Bohrloch zur Defektdeckung genutzt werden. Bei größeren Defekten, muss der benötigte Knochen aus einer anderen Region des Kiefers entnommen werden. Dies ist nur zu einem bestimmten Maß möglich. Sollte eine ausgedehntere Rekonstruktion des Kiefers nötig sein, muss der Eigenknochen extraoral (außerhalb des Mundes) geerntet werden. Hier dient meistens der Beckenkamm als Spenderareal. Nachteilig bei dieser Art des Knochenersatzes ist die Entnahmestelle, die eine weitere Wunde bedeutet.


2. Knochenersatzmaterialien
Alle nicht körpereigenen Substanzen, die zur Auffüllung knöcherner Defekte zur Verfügung stehen, und die bestimmte Anforderungen erfüllen müssen, werden als Knochenersatzmaterialien bezeichnet. Der Vorteil dieser dem Knochenaufbau dienender Materialien liegt darin, dass keine zweite Wunde zur Entnahme von Eigenknochen gesetzt wird.

  • Menschlicher Spenderknochen (Allogenes Material)

Hierbei handelt es sich um die natürliche Knochenmatrix von menschlichen Lebend- oder post mortem Spendern. Diese wird gereinigt, entfettet, desinfiziert und mit unterschiedlichen Methoden behandelt um sie haltbar zu machen.

  • Synthetisch hergestelltes Knochenersatzmaterial (alloplastisches Material)

Dieses Material besitzt den Knochen in seinem Wachstum lenkende Eigenschaften (Osteokonduktiv). Dazu gehören zum Beispiel b-Trikalziumphosphat, Hydroxylapatit, sowie nicht keramische Materialien wie Kalziumkarbonat, mikroporöser Komposit und bioaktive Glaskeramik.

  • Knochen einer anderen Spezies (Xenogenes Material)

Diese Knochenersatzmaterial kann vom Rind (bovin), Schwein (porcin) oder auch Pferd (equin) stammen. Diese Materialen sind anorganisch, da die organische Komponente im Verlauf der Herstellung entfernt wird. Sie sind wie die alloplastischen Materialien osteokonduktiv.

Welches Knochenersatzmaterial das richtige ist, muss im Einzelfall entschieden werden. häufig ist auch die Kombination unterschiedlicher Materialien miteinander sinnvoll. Sämtliche dieser Möglichkeiten sind seit Jahrzehnten medizinische Routine und durch ausreichende Studien in ihrer Effizienz belegt. Ergänzend kann die Einheilung durch Wachstumsfaktoren aus dem eigenen Blut unterstützt werden.

 

Welche Risiken gibt es?

Zu den Risiken des Kieferaufbaus mit Knochenersatzmaterialien gehören die Abstoßung, was zu einem Verlust des Aufbaus führt sowie die postoperative Infektion, welche ebenso zu einem Verlust des Augmentates führen kann. Solche Komplikationen sind aber eher selten.

 

Kosten

Die Kosten für einen Knochenaufbau können pauschal nicht bestimmt werden. Sie hängen immer vom Einzelfall ab, sowie des gewählten Verfahrens und des Materials. Im Rahmen eines detaillierten Heil- und Kostenplans erhalten Sie als Patient ein unverbindliches Angebot.
 


Beratung

Unsere WE Care Zahnarztpraxen sind auf den Bereich der Kieferkammaugmentation spezialisiert. Gerne beraten wir Sie in unseren Räumen ausführlich zum Thema Knochenaufbau. Bitte vereinbaren Sie hierzu einen Termin in einer unserer Zahnarztpraxen in Berg am Starnberger See oder in Wolfratshausen bei München. Als Ansprechpartner im Bereich Implantologie steht Ihnen Frau Dr. Nicole Ettl gerne zur Verfügung. 

 

Knochenaufbau München, Starnberg & Wolfratshausen

 

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